Innovation umsetzen

Initiales Marktangebot (MVP): Wie begeistern wir Kunden – mit einfachen Mitteln?

By 6. Oktober 2014 No Comments

Wie bereits im vorherigen Blogeintrag angemerkt, können manchen Hypothesen erst getestet werden, wenn ein erstes Angebot auf dem Markt ist. Um möglichst schnell unter realen Bedingungen Erkenntnisse zu gewinnen, gilt es, das zuvor entwickelte Zukunftsbild auf die minimalen Bestandteile zu fokussieren, um dennoch Kunden begeistern zu können. Wie soll unser initiales Marktangebot bzw. „Minimum Viable Product“ (MVP) aussehen?

Dafür klären wir zuerst was ein initiales Marktangebot (MVP) ist: Das ist die Version eines neuen Angebots mit einer minimalen Anzahl an Funktionen, die folgende Anforderungen erfüllt:

  • Können wir unsere Hypothesen überprüfen?
  • Können wir unsere Kunden abrechnen?
  • Ist die DNA verkörpert, um Kunden zu begeistern?
  • Verstehen unsere Freunde, um was es geht?

Unsere Vorlage „Initiales Marktangebot“ hilft zu entscheiden, welche Funktionen Teil der ersten Version des Produkts oder Services sind. Sie fordert sie heraus, ihre große Vision in einzelne „User Stories“ herunterzubrechen. Dafür ist es unumgänglich, sich zum einen die zuvor definierten Hypothesen noch einmal vor Augen zu führen. Zudem ist es sehr wichtig, ihr erstes Angebot auf Basis ihrer zuvor definierten DNA ihres Geschäftsmodells zu entwickeln. Ihr Angebot sollte auch nach „ihrem“ Angebot aussehen. Anschließend beginnt die Sammlung funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen, die in Bezug zum Wettbewerb priorisiert werden. So wird die inhaltliche Komplexität des Innovationsvorhabens immer greifbarer.

Unsere Vorlage für die Entwicklung eines initialen Marktangebotes besteht also aus drei Teilbereichen:

  1. Funktionale Anforderungen: Der große Hauptbereich der Vorlage dient zur Definition von „User Stories“. Formulieren sie die „User Stories“ immer aus Sicht des Nutzers und beginnen sie mit: „Der Nutzer möchte…“. Priorisieren sie im Anschluss ihre User Stories basierend darauf, wie einfach sie umzusetzen sind und wie gut sie zu ihrer zuvor definierten DNA passen. „User Stories“, welche im oberen rechten Bereich platziert werden, also „Must haves“ sind, werden Teil ihres ersten Angebots sein. Alle anderen „User Stories“, die als „Should have“ und „Could have“ eingeordnet wurden, werden für zukünftige Erweiterungen aufbewahrt.
  2. Nicht-funktionale Anforderungen: Neben funktionalen Anforderungen bietet die Vorlage Platz für die Definition von nicht-funktionalen Anforderungen ihres ersten Angebots, wie z.B. Design, Benutzbarkeit, Erweiterbarkeit, Wartbarkeit, etc. Diese Anforderungen beeinflussen meist auch die Wahl der passenden Tools zur Entwicklung ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung.
  3. Wettbewerb: Den Abschluss bildet der Wettbewerb. Welche „User Stories“ bietet ihr Hauptkonkurrent an und welche nicht-funktionalen Anforderungen erfüllt er? Die Abgrenzung zum Wettbewerb ist besonders relevant, wenn sie möchten, dass ihre Kunden von einem bestehenden Angebot zu ihrem wechseln.

*Die Vorlage „Initiales Marktangebot“ ist auch in unserer Software Rapid Modeler virtuell verfügbar.

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